Flughafenkapelle MUC

Im Rahmen der Renovierung der Christophoruskapelle im Flughafen München wurde LichtLogistik mit der Entwicklung eines zeitgemäßen Lichtkonzepts und den erforderlichen Installationsarbeiten beauftragt.

Basierend auf zahlreichen speziellen Anforderungen wie z.B. dem stark differierenden Raumhöhen, der dominierenden Tageslichtquelle und dem konkurrierendem, starken Streulicht der Flughafenflure entwickelte LichtLogistik ein monochrom-dynamisches Konzept, das die natürlichen Lichtverhältnisse sanft ergänzt und einzelne Bereiche punktgenau schärft. Zugleich wurden die Maßnahmen so geplant, dass erhebliche baulichen Eingriffe vermieden werden konnten. Für die Ansteuerung wurde eine einfache Lösung gewählt, die sowohl zeitgesteuert als auch von Hand über die bestehenden Taster bedient werden kann. „Unterstützung vorhandener Stärken statt Erneuerung um jeden Preis“ war die Devise.

So wurde z.B. die „Wolke“, die Architekt Hans-Busso von Busse in den 70er Jahren baulich imposant umsetzte, lichttechnisch deutlicher herausgearbeitet. Sie wirkt nun höher und erhabener und gibt so dem Raum noch mehr  Leichtigkeit.

Vor dem Eingang zur Kapelle wurden einzelne, bewusst kaum wahrnehmbare Spots eingesetzt. Im verglasten Vorraum der Kapelle ist das Licht als Kontrast zur Flurbeleuchtung bewusst warmweiß (ca. 2700K) gehalten. Beides zusammen lenkt den Blick der vorbeieilenden Passanten in Richtung des Kapelleneingangs, auf den „Ort des Innehaltens“ inmitten des hektischen Flughafen-Treibens.

Im Innenraum wurde eine sehr einfache, zeitbasierende Steuerung installiert, durch die sich das Licht analog mit dem Tageslichtbedingungen stufenlos im Bereich von 2700-6500K entwickelt. Anstatt wie in vielen Kapellen üblich, mit kerzenlicht-imitierenden Warmweiß-Tönen gegen das Tageslicht zu arbeiten, unterstützen die dynamischen Leuchten das natürliche Licht. Gerade zur Mittagszeit entsteht so also eine ganz besondere Klarheit im Raum.

Die Flughafenkapelle ist ein Vorreiter-Objekt im Bereich der Flughafenarchitektur und wurde in den 70er Jahren vom weltweit bekannten Architekten Hans-Busso von Busse geplant. Bereits damals wurde er durch Florian Lechner unterstützt, der eine Vielzahl von herausragenden, teils großflächigen Glasarbeiten fertigte und in die Kapelle einbrachte. Florian Lechner war es auch, der die aktuelle Sanierung mit  hauptverantwortlich plante und maßgeblich vorantrieb.

Wir danken Florian Lechner für die professionelle Zusammenarbeit und Herr Kohlhuber von den Kirchlichen Diensten für seinen Innovationsgeist und seine Begeisterungsfähigkeit!

Fotos: Christian Schranner www.christianschranner.de